Monday, August 18, 2008
Obere Einflussstauung
Zusammenfassung Die obere Einflussstauung entsteht durch Kompression oder Obstruktion der V. cava superior. Bei der Mehrzahl der Patienten sind dafür maligne Tumoren verantwortlich, in erster Linie Bronchialkarzinome oder Non-Hodgkin-Lymphome, bei den seltenen benignen Ursachen überwiegt die Cava-Thrombose. Die Symptomatik kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Ein Großteil der Patienten fällt durch eine Halsvenenstauung oder eine Schwellung des Gesichtes bzw. der oberen Extremität auf. Seltener sind schwerwiegende zentralnervöse Beschwerden. Das Ausmaß der Beschwerden ist abhängig vom Grad der Abflussbehinderung und der Dynamik des zugrunde liegenden Prozesses. Im Zentrum der Diagnostik stehen die Computertomographie des Thorax und die histologische Diagnosesicherung. Die Therapie ist abhängig von der Grunderkrankung. Bei malignen Erkrankungen ist eine Radio- und/oder Chemotherapie indiziert. Vor jeder Therapieeinleitung ist eine definitive Diagnosesicherung wünschenswert. Nur bei perakuter Symptomatik mit respiratorischer Insuffizienz oder Hirnödem ist eine Therapie ohne vorherige Diagnosestellung gerechtfertigt. Zur akuten Beschwerdelinderung kann dann durch Implantation eines expandierenden Stents in die V. cava superior Zeit gewonnen werden.
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