Monday, August 18, 2008

Infektionen bei Blutspendern

Zusammenfassung  Die Verhinderung von transfusionsassoziierten Infektionenstellt eine der größten Herausforderungen derTransfusionsmedizin dar. Die Kombination von konsequenterSpenderauswahl und strikter Testung jeder Blutspende aufInfektionserreger mit validierten Testverfahren konnte dasÜbertragungsrisiko deutlich verringern. Durch die systematischeAuswertung von infektionsepidemiologischen Daten können neueRisikogruppen identifiziert, neue Infektionen und unbekannteInfektionswege erkannt werden. Die engmaschige Surveillance vonBlutspendern im Hinblick auf HIV-, Hepatitis-C-Virus-,Hepatitis- B-Virus- und Syphilisinfektionen, die gemäß § 22Transfusionsgesetz vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführtwird, trägt zur Aufrechterhaltung des sehr hohenSicherheitsstandards bei Transfusionen in Deutschland bei. Diehierbei gewonnenen Daten helfen, Kriterien für dieSpenderselektion anzupassen und die Notwendigkeit vonetablierten und neuen Testverfahren zu prüfen. Darüber hinausermöglicht die Surveillance eine Abschätzung des verbleibendenInfektionsrisikos bei Bluttransfusionen. Über die bekanntentransfusionsrelevanten Infektionen hinaus müssen zunehmend auchandere Infektionskrankheiten, beispielsweiseWest-Nil-Virusinfektionen oder die variante Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (vCJK), im Hinblick auf ihreTransfusionsrelevanz infektionsepidemiologisch bewertetwerden.

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